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Wasser im Garten: Zier und geniales technisches Werk zugleich

Silbrige opulente Springbrunnen, ausgedehnte Wasserspiegel, Wassergräben und Kanäle oder sprudelnde Bächlein – das Wasser nimmt im Garten vielerlei Gestalt an. Hinter dem eindrucksvollen ästhetischen Element steckt oft eine technisch komplizierte Konstruktion / ein technisches Werk. Auch im modernen Garten findet das Wasser Anwendung – als Zier oder als Hilfsmittel, zum Beispiel in einer Wurzelraumkläranlage.

Wasser im Dienste des Adels

Wärmedehnung, Luftdruck, Vakuum oder Gravitation, kommunizierende Röhren bzw. archimedische Schraube – dank ausgeklügelter Mechanismen, die mit Hilfe der obigen Prinzipien Wasser pumpen oder antreiben, gab es im Garten funktionierende Springbrunnen, lange bevor die elektrische Wasserpumpe erfunden wurde. Das Entwerfen von Wasserelementen und Wasserspielen für italienische und französische barocke Gärten gehörte zu den Aufgaben der Fontanieri. Diese Röhren- bzw. Brunnenmeister waren Kenner der Physik, Metaphysik sowie der Launen und Wünsche der die Abwechslung und Zerstreuung suchenden Menschen. Da es in ihrer Kunst nur wenige Eingeweihte gab, wurden sie meistens entweder geadelt oder zu Hexenmeistern und Ketzern erklärt. Die Planer der mit langen Wasserkanälen bzw. mit ausgedehnten Wasserspiegeln geschmückten Gärten haben, wie etwa im Landschaftspark Lednice, zum Pläsier ihrer Herren nicht gezögert, gleich einen ganzen Fluss in ein mehrere hundert Meter weiter angelegtes Bett umzuleiten. Zu den Sehenswürdigkeiten des dortigen Landschaftsparks zählen das einmalige, eine römische Wasserleitung nachahmende Aquädukt und das Maurische Wasserwerk, das als Dampfbad und als Wasserkraftwerk gedient hatte. Wer eine Bootsfahrt unternimmt, kann dabei entspannen und den Garten gleichzeitig aus einem anderen Blickwinkel, vom Wasser aus betrachten.

Im Schlossgarten von Jaroměřice nad Rokytnou war Wasser hingegen tragender Bestandteil des kulturellen Lebens – Graf Johann Adam Questenberg ließ dort an der Wende vom 17. zum 18. Jh. ein Inseltheater errichten. Er wies auch Musiker an, bei Bootsfahrten auf Gartenkanälen in drei venezianisch inspirierten Gondeln zu spielen. Bezaubernde Gärten gibt es selbstverständlich auch in Österreich. Über zahlreiche liebliche Wasserelemente einschließlich zweier Spuckmänner bzw. eines Badepavillons am Ufer eines Beckens verfügt auch der Schlossgarten von Artstetten. Zu den Prunkstücken von Schloss Hof, eines der berühmtesten niederösterreichischen Schlösser, zählen der Neptunbrunnen, eine sog. Grotte mit allegorischer Darstellung der Donau und der March sowie die renovierte große Kaskade, deren Eröffnung bevorsteht.

Wasser als Gehilfe

Im Alltag war Wasser in der Vergangenheit außerhalb der Mauern der Herrschaftssitze vor allem ein Hilfsmittel, das die Arbeit leichter machte. Das südostmährische Dorfmuseum Strážnice „Muzeum vesnice jihovýchodní Moravy ve Strážnici“ zeigt wassertechnische Anlagen, etwa eine Sägemühle oder eine Walkmühle. Bemerkenswert ist auch die erhalten gebliebene Renaissancemühle Slup. Ihr Mühlbach „Jaroslavicko-Krhovický náhon“ zählt zu den bedeutendsten Wasserbauten Mährens und wurde später als Thaya-Mühlbach Kanal bis nach Österreich verlängert.

Nachhaltiges Wasser

Auch in einem modernen Garten erfüllt das Wasser seine Funktion. Sowohl das Badebiotop (zu sehen etwa in den Kittenberger Erlebnisgärten) als auch die Wurzelraumkläranlage [Offener Garten sowie Lipka-Gärten] kombinieren Wasser und Pflanzen zur nachhaltigen Nutzung der immer wertvoller werdenden Ressource „Wasser.“ Um seine Qualität kümmern sich die Pflanzen, und das chemiefrei. Dass Wasser, Pflanzen, und sogar die Tierwelt zusammengehören, davon zeugt auch das im Naturpark „Hochmoor“ eingerichtete Naturerlebniszentrum „UnterWasserReich“.

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